Freie Software braucht Beteiligung

Fr, 21. August 2020, Lioh Möller

Freie Software ist zugänglich und leicht nutzbar sowie veränderbar. Damit bietet sie erhebliche Vorteile gegenüber proprietärem Code. Doch gleichzeitig stellt dies auch die Krux dar und bereitet vielen Projekten grosse Mühe. So verstehen sich viele als reine Nutzniesser anstatt als Beitragende. Programme können einfach konsumiert werden doch der Aufwand der eigentlichen Erstellung eben dieser liegt meist bei einigen wenigen Personen. Oftmals opfern diese ihre Freizeit um die Weiterentwicklung voran zu treiben, meist ohne jegliche Bezahlung. Auch ein einfaches Dankeschön finanziert noch keine Wohnungsmiete oder den alltäglichen Bedarf. Ich selbst konnte dies bei vielen Projekten wie dem Linux-Kurs oder auch dieser Plattform bereits feststellen. Zum Schreiben des Kurses habe ich mein normales Arbeitspensum um 20% reduziert, die dadurch entgangenen Einnahmen wurden aber bisher alleinig durch die eingegangenen Spenden von CHF 2.65 wöchentlich bei weitem nicht gedeckt. Bei GNU/Linux.ch konnten wir bisher 4 Patreon-Unterstützer gewinnen (Vielen Dank an euch!), welche ein Drittel der Hostingkosten finanzieren. Der Restbetrag wird weiterhin von uns gedeckt. Wenn du möchtest kannst Du uns helfen, indem Du Patreon wirst. Doch noch viel wichtiger sind deine Beiträge, sei es Newsartikel, Tests, Tipps oder alles was dir zum Thema GNU/Linux und Freie Software angeht. Wende dich einfach an das Redaktionsteam und wir helfen dir bei der Erstellung deines ersten Artikels.

Was Code-Beiträge angeht so sieht es bei vielen Projekten sehr ähnlich aus. Software-Entwickler die ihre Zeit bereitstellen um Freie Software Programme zu verbessern sind leider ein rares Gut. Ein gutes Beispiel ist das verbreitete Tool curl, welches massgeblich von einer Person entwickelt wird.

Doch die Ursache liegt oft auch bei den Projekten selbst. Der Einstieg zur Beteiligung ist meist steinig und oft nicht klar dokumentiert.Hier helfen Mentorensysteme, wie wir sie zum Beispiel auch anbieten. Bei Bedarf nehmen wir dich an die Hand und begleiten dich bis zur erfolgreichen Artikelveröffentlichung. Persönlich und direkt, ohne viel Schnick Schnack.

Wir freuen uns auf deine Beteiligung!