GLN009 - UbuntuTouch, Raspi-NAS, YunoHost vs. Freedom Box, KRAFT

Do, 1. April 2021, Ralf Hersel

Folge 9 des GnuLinuxNews-Podcasts, aufgenommen am 29. März 2021.

In dieser Folge sprechen Nils, Lioh und Ralf über die Hassliebe zu UbuntuTouch, stellen den Bau eines NAS auf Raspberry-Pi Basis vor und vergleichen YunoHost mit Freedom Box. Ausserdem präsentieren wir die Handwerker-Software KRAFT im Interview mit Klaas Freitag.

Shownotes

Ubuntu Touch, heiss geliebt und oft gehasst, warum?

  • Vorteile von Ubuntu Touch. Innovative Bedienoberfläche, Android App Support, regelmässige Aktualisierungen auch für alte Geräte (Original Ubuntu-Phone), vereinigt Vorteile von Android (adb Shell etc) mit Linux (Echtes Linux Terminal ...)

  • Nachteile? Libhybris als Basis, kein bisher brauchbarer nativer Linux Kernel Port (auf dem PinePhone aktuell nicht wirklich nutzbar)

  • Empfohlene Geräte: Nexus 5, Xperia X, Volla...?

Raspi-NAS

  • Hintergrund: mein Synology-NAS kommt langsam in die Jahre und ist beim Aufwachen aus dem Stand-by Modus eher langsam. Daher ein NAS auf Raspi-Basis, auch um die volle Kontrolle über Hard- und Software zu haben.

  • Anwendungszweck: File-Server, Musik-Player, Serien im Webbrowser schauen und für Ambiente-Anwendungen, z.B. Fireplace, Aquarium, TV als Bilderrahmen. Der Raspi hängt hinter dem Fernseher und ist mit Nubert-Aktivlautsprechern verbunden.

  • Hardware:

    • Raspi 4b mit 8 GB RAM: 91 CHF

    • FLIRC Gehäuse: 21 CHF

    • Raspi Netzteil: 12 CHF

    • 64 GB MicroSD-Card (Noobs): 16 CHF

    • Kabel: HDMI auf Micro-HDMI Adapter: 13 CHF

    • Massenspeicher: WD Blue SN550 (2000GB, M.2 2280): 225 CHF

    • Gehäuse: Delock M.2 NVME zu USB Gehäuse Typ-C: 56 CHF

    • Kabel: equip USB 3.0 C - A (0.25m): 10 CHF

    • Summe: 444 CHF

  • Software:

    • Betriebssystem: Raspberry Pi OS

    • Netzwerk-Dateisystem: NFS4

    • Musik-Server: Music Player Daemon (MPD)

    • Musik-Clients: Desktop: Ymuse, Android: Dmix oder MALP

  • Installation

    • Raspi: easy, wenn man dann mal alle Kabel beisammen hat :)

    • Hitzeentwicklung: Raspi: 35 Grad handwarm, M2: 40 Grad

    • Noobs: noch einfacher

    • NFS-Server: sehr leicht, installieren und einen Eintrag in etc/exports

    • Mounts: schon schwieriger, Problem: mounts permanent laufen lassen

    • Synology-NAS auf Raspi-M2 kopiert: cp versus rsync --progress

    • Music Player Daemon: noch nicht installiert; MALP sieht vielversprechend aus

YunoHost vs. Freedom Box

Interview - Klaas Freitag (KRAFT)

HolgiB
Geschrieben von HolgiB am 8. April 2021

Ein schöner Podcast. Danke dafür. Inbesondere das Raspi-NAS fand ich interessant. Eine externe M2 ist allerdings sehr luxuriös. Kann man machen, muss man aber nicht. Ne Standard M2 im Mainboard Slot macht ihre 2.5-3TB/s lesend und meist 2TB/s schreibend. Welches Netz und gar welche USB-Schnittstelle sollte das transportieren ? 10 GBit Netz hat sein Limit irgendwo bei 1 GByte/s als Dateitransferrate und das sättigt man typischerweise nichtmal mit einem fetten Server mit RAID-Controller, Cachemodul und vielen SAS Platten dahinter. Jede poplige SATA HDD im externen Gehäuse (selbst nur mit USB 2.0) reicht im Heimbereich häufig völlig aus solange man keine VMs auf der Platte betreibt.

tuxnix
Geschrieben von tuxnix am 5. April 2021

Kritik und Anregung zum Raspi-NAS: Die WD Blue SN550 (2000GB, M.2 2280) für 225 CHF ist doch recht teuer, außerdem ist bei dieser Anordnung die Datensicherung noch nicht berücksichtigt was ich für einen zentralen File-Server für wesentlich halte. Ich verwende einen TP-Link UH700 7-Port USB 3.0 HUB für 30€ mit eigener Stromversorgung und 2 USB3 2,5'' Festplatten von 3TiB dran. Das kommt dann zusammen auf ca. 160 €. Mit dem Hub lade ich auch das Smartphone ect. Der Hub ist dringend nötig wenn man mehr als eine Festplatte dran hängt. Ansonsten läuft der Rpi under--voltage und macht I/O Fehler.

Anleitungen dazu: NAS: https://wiki.archlinux.de/title/Network_File_System (Die Mounts funzen so) Automatische! Daten Sicherung: https://wiki.archlinux.de/title/Automatische_Sicherung_(Beispiel)

Weitere Tipps: TV siehe: https://wiki.archlinux.de/title/Live-Tv Remote geht auch über KDEConnect. Seit Neusten kann der rpi4 auch von DH/SSD starten. Das beschleunigt ihn und macht das SD-Kärtchen überflüssig.

tuxnix
Geschrieben von tuxnix am 6. April 2021

P.S.: Nur mal so eine Idee! Wie wäre es mit diesem Projekt eine Rubrik "Bastelecke" auf gnulinux.ch zu eröffnen. Jedenfalls macht es Spaß sich über den Rpi4 auszutauschen und den Nas zu optimieren. Dein Gehäuse ist klasse. Bei mir kommt der Rpi4 auf 60°C im Alu-Rippengehäuse, weshalb ich zusätzlich noch einen ausgedienten Kühler drauf gelegt habe um die Oberfläche noch zu erhöhen.

Michel
Geschrieben von Michel am 1. April 2021

Ich stimme mit Lioh völlig überein. Linux sollte Invationstreiber sein. Aktuell wundere ich mich auch warum die Shell nicht weiterentwickelt wird. Linux wird in diesem Bereich tatsächlich von der Powershell überhohlt. Wenn es zudem nach mir geht, würde sollte sich die community ein neues Ordner Konzept überlegen. Vielleicht was Datenbank mässiges.