GNOME-Software Updates deaktivieren

Mo, 8. März 2021, Lioh Möller

Wer erinnert sich nicht an die regelmässigen Meldungen von Microsoft Windows, in denen man aufgefordert wird seinen Computer neu zu starten, um Aktualisierungen zu installieren.

Scheinbar möchte ein Teil der Linux Community erreichen, dass sich Umsteiger auf dem Freien Betriebssystem sofort heimisch fühlen und hat eine ähnliche Funktion implementiert.

Die Applikation GNOME-Software bietet die Möglichkeit bei anstehenden Aktualisierungen zu informieren und diese im Hintergrund herunterzuladen. Mittels einer Benachrichtigung wird der Anwender dann über zu installierende Updates informiert. Wählt man dort den Punkt Updates Installieren, wird man in der Regel aufgefordert den Rechner neu zu starten. Das scheint unabhängig davon zu sein, um welche Art von Aktualisierung es sich handelt. Bei einem Kernel Update kann ein Neustart durchaus notwendig sein, sofern keine Technologie wie Ksplice zum Einsatz kommt, mit der das Update online einspielbar wäre.

Doch muss für ein Update des Browsers oder andere Aktualisierungen wirklich der Rechner neu gestartet werden? Zumindest suggeriert der Hinweis Neustart erforderlich dies.

Der Vorteil einer Aktualisierung mittels GNOME-Software ist, dass auch Flatpak Applikationen mit abgedeckt sind.

Wer sein System dennoch lieber selbst verwaltet, anstatt Automatismen zu überlassen, könnte auf die Idee kommen die Funktion einfach innerhalb der Anwendung zu deaktivieren:

Abhilfe schafft nur ein Deaktivieren des gnome-software-service und der integrierten GNOME-Shell Suchfunktion für GNOME-Software:

cp /etc/xdg/autostart/gnome-software-service.desktop ~/.config/autostart/
echo "X-GNOME-Autostart-enabled=false" >> ~/.config/autostart/gnome-software-service.desktop
dconf write /org/gnome/desktop/search-providers/disabled "['org.gnome.Software.desktop']"

Nach einer erneuten Anmeldung sollten keine Hinweise mehr von GNOME-Software generiert werden und der versierte Anwender kann seine Anwendungen wieder mit dem Paketmanager seiner Wahl einspielen.

Hinweis: Das beschriebene Verhalten tritt bei Debian GNU/Linux 10 Buster auf. Möglicherweise wurde dies in neueren GNOME Versionen verbessert. Über Hinweise dazu freuen wir uns gerne über unsere Kanäle oder in den Kommentaren.