Open Source in Südostasiens Bankenwesen

Südostasische Banken fangen an zu erkennen, dass die Zukunft von Banking online ist und setzen nach langem Misstrauen nun auf Open-Source-Software.

Mo, 12. Oktober 2020, Daniel Schär

Laut der Bain-Studie sind sieben von zehn Erwachsenen in Südostasien immer noch entweder "underbanked" oder gar ohne ein grundlegendes Bankkonto. Darüber hinaus sind Millionen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Südostasien mit grossen Finanzierungslücken konfrontiert, die in Gesellschaften wie Indonesien und den Philippinen zu alternativen Kredit-Fintechs geführt haben.

Angesichts dieser sich wandelnden Marktdynamik verlagern die etablierten Banken nun ihre Kundendienstleistungen ins Internet und investieren massiv in die IT-Front-End-Infrastruktur. Und nach Jahren des Misstrauens ist das klassische Bankwesen endlich bereit, die Open-Source-Technologie zu nutzen, um dies zu ermöglichen.

Im Podcast "Tech Means Business" von Tech Wire Asia erörterte Ben Henshall, General Manager für südostasiatische Märkte bei Red Hat, wie die Forderung des Marktes nach einfacherem Zugang zu Produkte dazu geführt hat, dass Banken die Rolle, die Open Source spielen kann, erkannt haben.

"Wenn sie (die Banken) nicht über diese Fähigkeit verfügen, eine anständige Erfahrung und Zugänglichkeit von Finanzdienstleistungsprodukten auf digitalem Wege zu bieten, [...] dann werden sie auf der Strecke bleiben", sagte Henshall. "Und das erfordert den Einsatz und die Implementierung von [...] sicheren Open-Source-, hybriden Cloud-Architekturen, Software-Architekturen und -Systemen."

Quelle: https://techwireasia.com/2020/10/open-source-the-key-to-asias-unbanked-opportunity/

Bildnachweis: Gerd Altmann auf Pixabay