OpenStreetMap - die freie Alternative zu Google Maps

Di, 28. Juli 2020, Joël Schurter

Wer kennt das nicht: Das Navi hat man zu Hause vergessen und Google Maps will man nicht nutzen - schliesslich will man seine Daten bei sich behalten und nicht an einen Konzern "verschenken". Glücklicherweise gibt es die freie Alternative OpenStreetMap.org, welche vollständig durch die ständig wachsende Community gepflegt und weiterentwickelt wird.

OpenStreetMap.org wird von zahlreichen Karten- und Navigations-Apps (z.B. OsmAnd) als Grundlage verwendet, was ein guter Ausgleich zu den (noch) stark verbreiteten proprietären Kartendiensten wie z.B. Google Maps bietet. OpenStreetMap kann als Freie Software kostenlos in die eigene Webseite oder auch auf Wikipedia eingebunden werden. Wenn erwünscht, kann OSM (Abk. für OpenStreetMap) auch auf einem handelsüblichen Navigationsgerät zum Einsatz kommen. Sogar einige Wanderführer in Buchform setzen schon auf das Kartenmaterial von OSM.

Damit diese freie Karte immer weiter vorangetrieben werden kann, braucht es aber Freiwillige, die das Kartenmaterial verbessern, indem z.B. Hausnummern, Gebäude oder auch Strassen eingezeichnet werden. OSM bietet für den Anfang direkt auf der Webseite sowohl einen ausführlichen Starterguide, als auch einen Editor direkt im Browser. Für die Offline-Bearbeitung des OSM-Kartenmaterials steht der freie Editor JOSM zur Verfügung.

Dass das Mappen nicht nur etwas für die "Alten" ist, zeigt z.B. folgendes Projekt: Schüler kartografieren ihren Wohnort.

OpenStreetMap-Wiki: https://wiki.openstreetmap.org

Beginner's Guide für OSM: https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Beginners'_guide

JOSM herunterladen: https://josm.openstreetmap.de/ (auch in den Linux Paketquellen verfügbar)