Podcast: Freie Software für den Staat

Do, 21. Oktober 2021, Lioh Möller

Im aktuellen GovTech Podcast spricht Rolf Rauschenbach mit Matthias Stürmer über das Thema Freie Software für den Staat. Der Podcast behandelt den technischen Wandel und welche Bedeutungen dieser für politischen Institutionen und öffentlichen Infrastrukturen in der Schweiz hat.


Die Podcast-Folge setzt kein Wissen in diesem Bereich voraus und stellt den Ablauf der Entwicklung von staatlich genutzter Software im gesamten Ablauf dar. Wie üblich verwendet Matthias Stürmer in erster Linie die Open Source Definition der OSI (Open Source Initiative), wobei er auch auf die Vier Freiheiten eingeht. Im Rahmen der FSFE Initiative Public Money, Public Code wird hingegen klar die Lizenzierung unter einer Freie Lizenz gefordert, da nur so eine wirkliche Nachhaltigkeit sichergestellt werden kann. Dies kann nur durch sogenannte Copyleft Lizenzen gewährleistet werden, denn nur so wird sichergestellt, dass alle Änderungen auch wieder unter einer Freien Lizenz veröffentlicht werden.

Ein prominentes Beispiel wie sich nicht-Copyleft-Lizenzen negativ auswirken ist das Minix3 Betriebssystem, welches von Andrew S. Tannenbaum unter der BSD-3-Clause Lizenz veröffentlicht wurde. Intel hat daraufhin die Codebasis genutzt, um die hauseigene Management Engine zu entwickeln, die Weiterentwicklungen allerdings nicht freigegeben. Das als sehr innovativ geltende Microkernel basierte Betriebssystem hat seit 2017 keine nennenswerten Codeverbesserungen erfahren.

Matthias Stürmer geht auch auf mögliche Geschäftsmodelle und Serviceangebote rund um Freie Entwicklungen ein und schildert seine persönlichen Erfahrungen, die er in seinem langjährigen Einsatz für Open Source Software sammeln konnte.

Quelle: https://www.govtechpodcast.ch/home/episode/cebd806b/episode-05-open-source