SUSE Liberty Linux - was steckt dahinter?

Mo, 24. Januar 2022, Lioh Möller

Bereits letzte Woche hat SUSE ein neues Angebot namens Liberty Linux angekündigt. Die internationale Presse sah darin schnell einen weiteren Red Hat Enterprise Linux Clone, doch davon kann nicht die Rede sein.

Bereits zuvor bot SUSE unter dem Namen Expanded Support Unterstützung für Betriebssysteme anderer Hersteller, einschliesslich Windows Servern und Red Hat Enterprise Linux an.

Mit Liberty Linux wird dieses Angebot nun weiter ausgebaut. Kunden von SUSE, welche gemischte Infrastrukturen mit RHEL oder CentOS betreiben, können in Zukunft Aktualisierungen für diese Systeme direkt aus den Kanälen von SUSE beziehen.

Dies bezieht sich in erster Linie auf Paketaktualisierungen, welche von SUSE für die jeweiligen alternativen Betriebssysteme bereitgestellt werden. Darüber hinaus können Supportdienstleistungen in Anspruch genommen werden.

Mit dem Produkt SUSE Manager lassen sich heterogene Umgebungen zentral an einer Stelle verwalten. SUSE Manager ging einst aus dem Spacewalk-Projekt hervor, welches auch als Basis für den Red Hat Satellite Server in früheren Versionen diente.

Das Upstream Projekt von SUSE Manager wird mittlerweile unter dem Namen Uyuni weitergeführt, da Red Hat Satellite seit Version 6 auf Foreman basiert.

Es ist seitens SUSE aktuell nicht geplant, eine installierbare Linux-Distribution auf der Basis Red Hat Enterprise Linux anzubieten.

Quelle: https://www.suse.com/c/suse-liberty-linux/