Serie: openDesk ausprobiert - Teil 4 - PIM

  Ralf Hersel   Lesezeit: 2 Minuten  🗪 3 Kommentare Auf Mastodon ansehen

In dieser Serie werfen wir einen Blick auf openDesk und die darin enthaltenen Komponenten. Wie gut sind sie integriert und taugen sie für den Einsatz im Büro?

serie: opendesk ausprobiert - teil 4 - pim

Inhaltsverzeichnis


Wie nennt man es? Produktivitätsanwendungen oder Personal Information Management? Es geht um die openDesk-Anwendungen: Dateien, E-Mail, Kalender, Kontakte und Aufgaben. Dass der Dateimanager von Nextcloud zum Einsatz kommt, haben wir bereits in Teil 3 gesehen.

Nextcloud-Dateiverwaltung

Die meisten Leser:innen werden diesen Dateimanager kennen. Neben der einfachen Dateiverwaltung bietet er Favoriten, Freigaben, Tags und Team-Ordner. Über die Schaltfläche + Neu können verschiedene Dateiformate angelegt werden:

  • Ordner und Vorlagenordner
  • Office-Dateien: Präsentation, Tabelle, Dokument, Diagramm (odg = Collabora Draw)
  • Markdown-Datei
  • Diagramm (draw.io in CryptPad)

Für eine Datei stehen vielfältige Kontextaktionen zur Verfügung:

Datei-Kontextmenü und Teilen-Dialog

So gibt es Verknüpfungen mit der zugehörigen Anwendung (z. B.: CryptPad für draw.io), aber auch zum Projektmanagement. Alle Dateien (oder Ordner) können intern und extern freigegeben werden. Es gibt eine Aktivitäten-Historie und eine Versionsverwaltung. Für die Dateien stehen eine Listenansicht und eine Kachelansicht mit Vorschau auf den Dateiinhalt bereit.

Egal in welcher Anwendung von openDesk man sich befindet, so gibt es oben immer ein Panel:

Über das Neunpunkt-Menü hat man Zugriff auf alle openDesk-Anwendungen. Die Suche bezieht sich auf alle Dateien, Nachrichten, Apps, Kontakte, Termine, Schlagwörter, usw., innerhalb von openDesk. Die Icons (rechts) sind überwiegend von der Anwendung abhängig, in der man sich gerade befindet.

Personal Information Management (PIM)

Die Anwendungen für E-Mail, Kalender, Kontakte und Aufgaben kommen alle aus der Open-Xchange-Suite, weshalb es eine gute Interoperabilität zwischen diesen Anwendungen gibt, wie z. B.: die Kalenderansicht innerhalb der E-Mail-Anwendung:

E-Mail

Das zeigt sich auch beim Kalender, in den sich unter anderem die Aufgabenliste einblenden lässt.

Und so präsentieren sich die Kontakt- und Aufgabenverwaltung:

Kontakte

Es ist praktisch, dass man vom Kontakt aus direkt eine E-Mail erstellen, einen Anruf tätigen, oder zu einem Termin einladen kann. Selbstverständlich können mehrere Adressbücher gepflegt werden.

Aufgaben

Mein erster Eindruck der PIM-Anwendungen ist gut. Sie überzeugen mit einem klaren Erscheinungsbild, leichter Zugänglichkeit zu den Funktionen und einer guten Integration der Suite-Bestandteile. Das überrascht nicht, da alle Komponenten aus dem Open-Xchange-Baukasten kommen. Doch auch das Zusammenspiel mit Nextcloud und das ähnliche Design und Layout, lassen einen vergessen, dass die Teile aus verschiedenen Dörfern kommen.

Mit "einmal kurz reinschauen" ist es natürlich nicht getan. Um diesen Teil von openDesk gründlich beurteilen zu können, ist ein mehrwöchiges Arbeiten mit den Anwendungen unter echten Arbeitsbedingungen nötig. Das kann dieser Artikel jedoch nicht leisten.

Titelbild: openDesk

Quellen: im Text

Tags

openDesk, ZenDiS, Arbeitsplatz, Büro, Souveränität

David
Geschrieben von David am 27. Februar 2026 um 11:09

Die Nextcloud als Backend könnte sich als Pferdefuß erweisen. Anwender schaffen es ja schon Datenbank und Dateisystem der Nextcloud in nichtsynchrone Zustände zu bringen, was dann händisches Eingreifen von Adminstratoren - die nicht immer verfúgbar sind - notwendig macht. Die Benutzerin kommt dann solange nicht an die gewünschte Datei heran.

Rüti
Geschrieben von Rüti am 27. Februar 2026 um 13:24

Unter Linux ist meines Erachtens der Nextcloud-client für das Problem verantwortlich. Im Gegensatz zu Windows und Mac nutzt er hier kein VIrtualFS und die klassische Synchronisation hat halt so seine Tücken. Auf server seite, hatte ich noch nie Probleme. Ich vermute aber - nach angaben dritter - dass ab einer gewissen menge daten/user das Performance backend stark zu empfehlen ist. Was z..B. bei mir nicht geht, da ich nextcloud auf einem reinen PHP shared-hoster liegen habe.

Alex
Geschrieben von Alex am 27. Februar 2026 um 11:21

PS: die größtenteils gleichen PIM-Funktionalitäten (Nextcloud ersetzt durch andere Dateiverwaltung, zuzüglich viele mailbox.org-Spezialitäten) erwarten einen bei mailbox.org, welche ebenfalls auf Open-Xchange aufsetzen.